Vielfalt in Israel #3: ‚Kulturelle Juden‘ und ihre ’säkularen Yeshivas‘

Sie sind mir immer wieder begegnet in Israel: junge und mittelalte Zeitgenossen, die sich als nicht-religiös bezeichnen und zugleich für jüdische Werte und Traditionen einstehen. Dieser Strömung fühlen sich Zehntausende in Israel verbunden. Es ist schwer, einen Begriff für sie zu finden. Sie nennen sich „cultural jews“, ‚kulturelle Juden‘. Und ihre Zentren sind säkulare Yeshivas. Das hört sich nach einem Widerspruch in sich an. Denn wie soll eine Yeshiva, eine Talmudschule säkular, also nicht-religiös sein? Dieser Widerspruch ist nur dann aufzulösen, wenn man das Judentum nicht nur als Religion versteht. Das geschieht auch in immer mehr Beit Midrashs, also Lehrhäusern, die für alle offen sind: für Religiöse und Nicht-Religiöse, Frauen und Männer, Junge und Alte. Etwas, was man nicht für alle jüdischen Zweige sagen kann. Ich habe versucht, dieses schwer zu fassende Phänomen ein wenig in den Griff zu bekommen. Unter anderem mit Ofer Zalzberg. Er ist eigentlich Politikberater bei Crisis Group, einer internationalen Nichtregierungs-Organisation. In seiner Freizeit engagiert er sich dafür, dass zum Beispiel säkulare Juden und nicht nur Rabbiner eine jüdische Trauung vornehmen dürfen. Oder auch eine Bestattung – dies allerdings nicht im orthodoxen Stil.

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Der Beitrag lief am 17.09.2014 im Deutschlandfunk in der Sendung „Tag für Tag. Aus Religion und Gesellschaft – und zwar als Teil 3 einer Serie über die religiöse Vielfalt in Israel. Er lässt sich hier für immer nachlesen und für ein halbes Jahr nachhören.

Danach hörbar auch hier:

 

Copyright: Andreas Main

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