Ich will noch mehr bilden.

„Hilfestellung für freie Journalisten“ – die habe ich heute gegeben. Und das hat mich gekickt. Das muss ich los werden. Zum dritten Mal hat das Deutschlandradio mir ’seine‘ Volontäre anvertraut. Drei Stunden lang Training / Coaching / Nachdenken über Frei oder Fest? Will ich künftig auf Biegen und Brechen einen Redakteursjob? Oder kann ich leben als Freier Journalist aka Freelancer?

Der Untertitel: „Soziale Absicherung / Marktlage“ – das mag sperrig klingen, hat aber bei mir heute zu einem richtigen schönen Adrenalin-Kick geführt, der anhält. Ich sollte mich häufiger solchen Herausforderungen stellen. Ich will mehr in Bildung, Weiterbildung, Vortrag machen.

Vor allem dann, wenn ich so viel zurück bekomme wie heute. Denn diese jungen Leute unter 30 sind so smart, selbstbewusst, erfahren, nachdenklich, offen, voller Vertrauen, kritisch, nachbohrend, un-ideologisch, optimistisch, pragmatisch, dass ich mir keine Sorgen mache. Ganz im Gegenteil. Die Zukunft von Deutschlandfunk, Deutschlandradio Kultur und DRadio Wissen ist gesichert. Und deren Leser, Hörer, Nutzer können sicher sein: Sie bekommen auch weiterhin Qualität.

Ich werde hier weder meinen ‚Vortrag‘ oder den Aufbau des Seminars verraten noch irgendwelche Interna ausplaudern; das haben wir uns wechselseitig versprochen. Ich will nur von mir reden: Ich fühle mich nach drei Stunden in solch einem Seminar mindestens drei Jahre jünger. Oder 13 Jahre?!  Ich gebe etwas von meiner Erfahrung an Jüngere weiter  – und bekomme so viel zurück. Das strahlt ja ab: diese Würde des Jung-Seins, des Neuanfangs, wiewohl ich nichts verharmlosen oder schön reden will. Ich weiß um all die Probleme von Karriere-Einstiegen in Zeiten nicht enden wollender Praktika.

Aber diese jungen Leute, die heute vor mir saßen, sind Lichtjahre besser ausgebildet und besser vorbereitet aufs Berufsleben, als die meisten, die knapp ihre Eltern sein könnten, es in jungen Jahren waren. Ich zumindest war mit 34 Jahren noch nicht so weit wie die mit gefühlten 25-28 Jahren. Das muss ich einfach mal  sagen.

Vieles, was ich bei einigen meiner Altersgenoss_innen vermisse, habe ich heute mal wieder tief inhaliert: ihre Direktheit, ihr Kommunikationstalent, die Freundlichkeit und den Respekt, und überhaupt: das Nicht-Aufgeblasene, das Nicht-Phrasen-Dreschen, das Nichtfestgefahrene. Ich ziehe den Hut vor diesen knapp 30jährigen.

Boah,  jetzt höre ich mich an wie ein Prediger. Aber dieses Bildungs-, Weiterbildungs-, Vortragsding wird immer mehr mein Ding. Nach der Israel-Reise (Bundeszentrale für politische Bildung / Reiseleitung / Weiterbildung), dem Vortrag in Wolfsburg (Urban Gardening in Detroit) und dreimal Volontärs-Training fürs Deutschlandradio habe ich Blut geleckt. Ich will noch mehr Bildung.

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Eine Antwort zu Ich will noch mehr bilden.

  1. kramkr schreibt:

    Ich kann das beschriebene gut nachvollziehen, genau dieses Gefühl ist der Grund warum ich auch immer wieder gerne Vorträge gebe und auch einer der Gründe weshalb ich mein Blog gestartet habe.

    Dieses „wo wäre ich heute wenn mir jemand damals schon all das gesagt hätte was ich mir noch mühsam selber aneignen musste“ Gefühl 🙂

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