Jetzt schreibe ich auch noch Wikipedia voll.

Ich habe einen Lexikon-Artikel über einen Künstler geschrieben und gerade veröffentlicht: sowohl in der deutschen als auch in der englischen Wikipedia. 

Hier der englische Wikipedia-Article zu Thomas Rentmeister.

Hier der deutsche Wikipedia-Eintrag zu Thomas Rentmeister.

Thomas Rentmeister @ Wikipedia

Das war ein Prozess über drei Monate. Ich habe es getan – um der Kunst und der Künstler willen, weil sie hinterfragen und so das Leben spannender, schöner, interessanter, lebenswerter machen; und ich habe es getan – um des freien Wissens will. Ich mag Wikipedia.

Ich bin so vorgegangen:

Mit dem Künstler habe ich mich eng abgestimmt.

Ich habe vieles gelesen, was über Thomas Rentmeister erschienen ist – vor allem die zentralen Kataloge. Dann habe ich alles angehäufte Wissen auf die Essenz runter gedampft. Ich habe vergleichend Wikipedia-Einträge von gleichrangigen Künstlern gelesen. (Thomas Rentmeister hatte einen, aber – wie bei so vielen, die Wichtigeres zu tun haben – einen, der auf mich rudimentär wirkte.)

Dann habe ich mich in die Wikipedia-Tutorials eingelesen. Bin ja weder digital native noch Programmier noch Onliner. Es galt, einiges zu lernen und zu begreifen – etwa  das Procedere: Wikipedia-Sichter checken gegen, ob alle Konventionen eingehalten werden. Vor allem bei den Fotos müssen die Urheber erklären, dass sie die Bilder unter creative-commons-Lizenzen freigeben. (Danke an Thomas Rentmeister sowie Bernd Borchert und Jörg Hejkal. Letztere haben die Fotos von Rentmeister-Arbeiten zur Verfügung gestellt.) Ich möchte nicht behaupten, dass ich alles verstanden habe, kann aber mit Überzeugung sagen, dass all diese Wikipedia-Volunteers einen seriösen Job machen.

Vor dem letzten Schritt, der englischen Version, hatte ich ein klein wenig Angst. Angloamerikanische Zitierweisen, andere Wikipedia-Usancen und dann als Nicht-Muttersprachler einen Fachtext übersetzen, nunja… Aber meine Übersetzung war offenbar ganz in Ordnung, meinte die native speakerin, die das Ganze auf Herz und Nieren geprüft hat. 897 mal danke an sie!

Ich werde jetzt weiter verfolgen, wie sich mein erster Wikipedia-Eintrag verändert, ob Menschen neue Versionen zu Thomas Rentmeister hinzufügen.

Und ich habe Blut geleckt: Um der Kunst und um Wikipedia willen werde ich weitere Artikel schreiben für Künstler_innen, deren Arbeit ich schätze und die mir sympathisch sind. Wer umgekehrt direkt mit mir Kontakt aufnehmen will, kann dies gern tun.

Danke an alle, die mir bis hierhin Vertrauen entgegen gebracht haben und dies fürderhin tun werden.

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4 Antworten zu Jetzt schreibe ich auch noch Wikipedia voll.

  1. debelloculinario schreibt:

    Wie kam den die Auswahl gerade dieses Künstlers zustande? Persönliche Bekanntschaft?

    • Andreas Main schreibt:

      Genauso. Ich bin kein Kunstwissenschaftler, behaupte nicht, den kompletten Überblick zu haben, und kann so was nur machen, wenn ich eine Beziehung zu dem Werk habe. Jenes beobachte ich seit 1993 intensiv – mit Unterbrechungen.

      • debelloculinario schreibt:

        Das leuchtet ein.. kann mir aber auch vorstellen, dass es interessant ist, die „Artikel-Evolution“ mitzuverfolgen, gesetz dem Fall, dass es eine gibt. Werd mir den Artikel gleich mal anschauen!

  2. Pingback: Der Reiz des Nüchternen und Strengen – mein zweiter Wikipedia-Artikel | Andreas Main

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