Detroit #15: Ein paar praktische Tipps für Eure Reise.

Meine letzte Reisereportage? Das war vor gefühlten 15 Jahren. Israel. Jemen. Oder so. Heute lief im Sonntagsspaziergang, dem „Kultur-Reisemagazin im Deutschlandfunk“, meine Reportage: „Eine Ikone des Niedergangs. Detroits Wiedergeburt inmitten von Ruinen“.

Darin kommen mehrere Detroiter zu Wort, die in den vorangegangenen DLF-Sendungen im Oktober und November nicht vorkamen.

Ich stelle sie mal hier vor – zusätzlich zu dem, was im Beitrag gesagt ist. Man könnte also dieses Blogpost auch überschreiben mit: So sehen Detroiter aus, die womöglich zu Euren Freunden werden.

EMILY DOERR

Emily Doerr ist sehr, sehr jung, als sie das Hostel Detroit gründet. Sie wird fürs Hostel von allen geliebt. Das Hostel ist die erste Wahl für Eure Detroit-Reise.

copyright: Andreas Main

Anders als in Berlin etwa, wo Hostels von (‚linken‘) Xenophobikern als Wurzel aller Berliner Übel angesehen werden, ist dieses Hostel von 300 Detroitern mit Spenden und Arbeitszeit unterstützt worden. Die Alternative zum Hostel: Ihr sucht via Airbnb nach Privatleuten.

MICHEL SOUCISSE

Michel Soucisse vom Hostel Detroit. Er hat sich so viel Zeit für uns genommen. Bis hin zur Führung durch Lafayette Park.

copyright: Andreas Main

Mit ihm konnten wir einen der Türme von Mies van der Rohe besichtigen. Im Hintergrund das Renaissance-Center, wo GM residiert.

GARY SCHWARTZ

Wir haben mehr als einen Tag mit ihm verbracht. Er ist Künstler. Manchmal macht Gary Schwartz seine „Postindustrial Apocalyptic Landscape Tour“. Etwa nach Belle Isle, wo wir in den verlassenen Zoo eindringen.

copyright: Andreas Main

Drei Siblings, alle plusminus 30 Jahre alt, geben einen Reiseführer heraus. Sie heißen:

EMLILY, ROB, ANDY LINN

Ihr Buch „Belle Isle to 8 Mile: An Insider’s Guide to Detroit“ wird wohl gerade gedruckt, während ich dies schreibe. Die drei Geschwister haben ihren Reiseführer unter anderem über Kickerstarter finanziert. Sprich: im Netz Geld gesammelt.  Ich bin auch ein „Backer“, habe das Projekt mit 30 US-Dollar unterstützt, obwohl ich in einem ähnlich gelagerten Fall in San Francisco reichlich unliebsame Erfahrungen gemacht habe. Aber darüber hülle ich den Mantel des Schweigens. Ich freue mich drauf, dass ich wohl im Dezember 2012 dieses Buch in den Händen halten werde – den ersten Detroit-Reiseführer seit den 80ern.

copyright: Andreas Main

Die Läden von Andy und Emily lohnen auch. Citybird und Nest.

JOSEPH C. KRAUSE

Joe Krause ist unter anderem Musiker. Sein Projekt heißt: Zelda and the Unibrows. Wir haben seine Musik neulich auch in unserer Corso-Spezial-Detroit-Sendung gespielt: hier. Er ist Airbnb-Gastgeber. Hier das Haus. Joseph bekommt nur Bestnoten. „Great Host“ und so.

Copyright: Andreas Main

Nicht weit entfernt vom Bumblebee House gibt es: Comfortable room in North Corktown. Und zwar bei:

TODD MISTOR

Todd Mistor ist auch Airbnb-Gastgeber. Bei ihm in diesem Zimmer waren wir zweimal. Er bekommt von seinen Gästen nur allerbeste Kritiken. Zu Recht. Er ist unglaublich engagiert, was seine Stadt betrifft. Wenn Ihr ihm sagt, woran Ihr interessiert seid, dann wird er Euch den einen oder anderen ultimativen Tipp geben. Nicht dass er übergriffig wäre. Es sind Angebote. Wir haben sie vor einem Jahr allesamt aufgegriffen und haben so während unseres ersten Detroit-Trips in 2011 die halbe Stadt und die spannendsten Menschen kennen gelernt, woran sich nun bei dieser Recherche-Reise zum Teil wunderbar anknüpfen ließ.

Todd Mistor - Airbnb-Host und Urban Forester

Copyright: Andreas Main

Denkt jetzt bitte nicht, dass wäre ein von Airbnb gesponsertes Blogpost. Ich weiß, dass viele in Deutschland sich wehren gegen Horden betrunkener Kids, die mit Billigfliegern in Ferienwohnungen düsen, um dann das Leben der Nachbarn unerträglich zu machen. Klar, alles kann missbraucht werden. Geldgeile Wohnungsbesitzer in Berlin wandeln Wohnungen zu Ferienwohnungen um und wollen eine schnelle Mark machen. Das ist eklig.

In Detroit und in den USA habe ich das anders erlebt. Wir haben beim Sharing von Wohnraum in den Vereinigten Staaten extrem gute Erfahrungen gemacht. Wir haben mit unseren Gastgebern zusammen gewohnt. Das war Teilen im besten Wortsinn. Dieses Geschenk möchte ich in der einen oder anderen Form zurückgeben.

Apropos Sponsor: Airbnb verspricht als Werbeprämie 79 € zur Zeit. Macht das. Ich komme selbstverständlich NICHT in Frage!

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