Der Fahrradwohnwagen von Alexander Main

Ich fasse es nicht. Gestern schreibt mir eine Freundin aus Portland / Oregon resp. Berlin / Berlin eine Email mit dem Betreff: „Is this a relative of yours?“ Und dann noch diesen Link. Mehr nicht.

Ich öffne den Link und bekomme fast einen Schlag: Ein „Alexander Main“ hat soeben etwas Sensationelles entwickelt: den Wohnwagen für Radfahrer.

Da frage ich mich nun aber wirklich einiges:

1)

Wie hat er die Nacht verbracht? Wie würde er die Nacht in dem Gefährt zu zweit verbringen? Fragen über Fragen, denen wir nachgehen sollten. Denn das könnte der Urlaub oder das Leben der Zukunft sein: „my house“.

Alexander Main stammt übrigens aus Germany. Er ist jung und will die Welt verändern.

Mit den solar panels ist er mehr oder weniger autark. Der Fahrradwohnwagen ist das eine – das andere ist der Name dieses Erfinders.

2)

Wieso weiß ich nichts von einem Alexander Main? Es ist sicher, dass es sich nicht um einen direkten Verwandten handelt. In unserer Familie war immer klar, dass es nur ganz wenige mit dem Namen „Main“ gibt. Die stammen alle letztlich aus Czernowitz in der Bukowina, heute Ukraine. Oder liegen wir da völlig falsch? Und auch wenn ich immer sage: „Main wie der Fluss“, wenn es ans Buchstabieren geht – der Familienname hat nichts mit dem Fluss zu tun. Jürgen Udolph, der Namenforscher, der einst für Radio Eins aktiv war, hat mir mal erzählt, dass er – ohne vertiefte Recherche – vermuten würde, der name komme von „maggen, machen, tun“.

Alexander Main, bitte melden! Wo sind Deine Wurzeln?

Copyright: Alexander Main

 

 

3)

Wieso haben sich Alexander Main und Andreas Main nicht getroffen in Portland / Oregon? Wir hätten fünf Tage Zeit gehabt im Juni. Schade. Was wäre das für eine Radiogeschichte geworden?

Und abschließend: Vielleicht finden ja Familienzweige via Bike RV project zusammen! Das Fahrrad und das Netz und die Mains.

Am Rande: Das Fahrrad lässt mich momentan eh nicht los. In den vergangenen Tagen habe ich stark den Eindruck gewonnen, dass wir in Berlin an einem ganz speziellen Punkt sind: Es fahren so viele Rad, dass wir die Herrschaft übernehmen. Ich habe es in den vergangenen Tagen intensiv aus beiden Perspektiven erlebt: auf dem Rad im schnellen Schwarm, aber auch im Auto, den Kolonnen und Fahrradmassen langsam und gelassen und genießend hinterher zockelnd. Wie auch immer: In meiner jüngsten Redaktionswoche bei „Corso. Kultur nach drei“ im Deutschlandfunk hatten wir auch ein schickes Special zur Fahrradkultur 2012.

Und P.P.S.: Von Alexander Main hätte ich nie erfahren, wäre da nicht jgfkjg, die gerade ein sehr schönes neues Blog gestartet hat: Tabak und Pfefferminz.

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2 Antworten zu Der Fahrradwohnwagen von Alexander Main

  1. Alexander Main schreibt:

    Hey Andreas !!!! Ich bin’s Alex 😛 ich stamme ursprünglich aus Argentinien, aber bin in mehreren Laendern aufgewachsen !!! vielen vielen Dank fuer den Artikel !! so ne Ehre !!, add me on Facebook!!!!! facebook.com/alexitomain!! love- your distant brother – Alex 😉

    • andreasmain schreibt:

      Das ist eine Ehre, dass Du mein Blog gefunden hast. Klar, adde ich Dich! Argentinia, wow. And your ancestors? From Eastern Europe too? The mystery continues – Andreas

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