Detroit #9: War es wirklich der Mann aus der Chrysler-Eminem-Werbung?

Eigentlich wollte ich reisend bloggen. Aber ich habe mich dann doch aufs Reisen konzentriert. Und dies hier vernachlässigt. Manche Dinge brauchen einfach ihre Zeit. Jedenfalls wollte ich einiges sacken lassen, bevor ich der einen oder anderen Frage nachgehe: zum Beispiel der Frage, ob jener wunderbare Mann, der uns durchs Guardian-Building in Detroit führte, wirklich berühmt ist?! War es wirklich jener Mann aus dem Super Bowl Commercial, das eine geradezu enigmatische Bedeutung hat für Detroit? Hauptdarsteller: Eminem.

Also, Eminem haben wir nicht getroffen. Aber womöglich den Nebendarsteller: Chris Roddy. Zumindest behauptete dieser Chris Roddy, dass er ‚prominent‘ sei.

Das kam so: Wir machten gerade die Post Industrial Apocalyptic Landscape Tour mit dem (Oscar-nomininierten) Filmemacher, Künstler, Scholar Gary Schwartz. Dazu gehörte auch ein Abstecher nach Downtown – zu einem bis heute funktionierenden Schatzstück dieser geschundenen und sich neu erfindenden Stadt: das Guardian Building. Dort kam Chris Roddy ins Spiel und bot an, uns zu alten Tresoren, Vorstandsetagen und Ausblicken zu führen.

Es war mehr als eine x-beliebige Führung, weil Chris Roddy – wie so viele Detroiter schnell eine Beziehung aufbaute. Stichwort: „Smiley“.

Ich kann mich nicht genau erinnern, wie es dazu kam; aber mir wurde versichert, ich sei es gewesen, der ihn fragte, ob er womöglich ein Promi sei. Denn er kam mir bekannt vor. Nun frage ich ältere Männer, die als „Greeter“ arbeiten, normalerweise nicht danach, ob ich sie aus dem Fernsehen kenne. Ich vermutete mithin, dass Chris mich für verrückt erklären würde.

Aber er bestätigte, dass er bekannt sei – und zwar seit jener Werbung, die bisher allein auf  youtube 15.000.000 mal angeklickt wurde. Ich habe ihm intuitiv geglaubt. Aber es ist wohl doch professioneller, das mal zu überprüfen. So bat ich ihn, für dieses Porträt fotografieren zu dürfen.

Chris Roddy - Greeter @Guardian Building and actor @Chrysler Super Bowl ad

Chris Roddy – Greeter @Guardian Building and actor @Chrysler Super Bowl ad

Jetzt endlich habe ich es mal abgeglichen. Er ist es ganz eindeutig. Hier das Bildschirmfoto aus der Werbung. Es ist Sekunde 0’39“ – 0’41“. Dies ist der Beleg.

Und hier auch noch mal schwarz auf weiß, ein Link zu Detroit Free Press:

Chrysler Super Bowl ad: How it all came together

Im übrigen: Seid vorgewarnt. Dies ist der erst der Anfang. Ein kleiner Detroit-Splitter. Es kommen noch große Sendungen im Deutschlandfunk zu dieser Stadt. Etwa am 3.Oktober 2012 um 15.05-16.00. Ein Corso-Spezial. Zusammen mit Marietta Schwarz.

Portland, Seattle und San Francisco und die Westküste Oregons, die weiteren Stationen meiner langen Reise, werden hier leider zu kurz kommen. (Bilder dazu wird es alsbald geben: Ich empfehle mein Flickr. Aber auch das braucht Zeit. Ich habe in 5 US-Wochen 6.254 Fotos gemacht.)

Northwest und Kalifornien sind aber so stark in den Medien präsent, dass ich nicht viel hinzuzufügen habe, wohingegen Detroit nach wie vor unter einer verzerrten Wahrnehmung leidet.

Will sagen: Dieses mein Blog wird in der nächsten Zeit wohl primär ein Detroit-Blog sein, in dem ich meine Eindrücke nacharbeite.

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