Graffiti auf dem Bauernhof: Claudia Walde hat sich als MadC an die Spitze gesprüht.

In meiner Brust schlagen zwei Herzen, fürchte ich: das Herz des Spießers und das Herz des Anarchisten. Ersteres kümmert sich drum, dass hirnlose Tags von unserer Häuserwand verschwinden, letzteres reist durch die halbe Republik, um eine Graffiti-Künstlerin zu porträtieren.

Claudia Walde lebt bei Halle – und heute vormittag lief im Deutschlandradio Kultur mein Porträt: „Graffiti auf dem Bauernhof. Claudia Walde hat sich als MadC an die Spitze gesprüht.“ Hier lässt es sich nachlesen und nachhören. (Stand 11/2012: nicht mehr! Deswegen bitte Link weiter unten nutzen.)

Da das Deutschlandradio den Audiolink aus juristischen Gründen nur befristet anbieten kann, lade ich meinen Beitrag auch noch mal hier hoch zum Nachhören:

Grafitti auf dem Bauernhof – Claudia Walde hat sich als MadC an die Spitze gesprüht

Ich will hier nicht alles wiederholen, was ich über MadC bereits im Dradio schrieb und erzählte. Hier will ich mich mit ein wenig Making-of begnügen.

(Alle Fotos sind im übrigen von (c) Marco Prosch, mit freundlicher Genehmigung von Claudia Walde.)

Die Verabredung als sich war schon speziell: Einen Termin zu finden, kam der Quadratur des Kreises gleich. Claudia Walde ist ständig in der Luft – oder sie sprüht. Ich arbeite in Sendern oder sitze im Zug. Wir haben uns dann auf einem Parkplatz in der Nähe einer Autobahn getroffen. Dann bin ich ihr unauffällig gefolgt.

(c) Marcus Prosch

Wir haben uns drei Stunden unterhalten, sind über die ehemalige LPG gelaufen (Landwirtschaftliche Produktions-Genossenschaft, für die Jüngeren), dann auch noch zu einigen ihrer Wände. Das hat meine Augen geöffnet. Ich sehe Graffiti nun mit anderen Augen. Mit mehr Gelassenheit. Mehr Offenheit für einen Teil der Popkultur, der sich mir bisher weniger erschlossen hat. Dafür danke an Claudia, danke, MadC!

Danke auch an Kolja Mensing. Denn ohne Redakteure, die aus ihren Autoren das Beste raus holen, macht das alles keinen Spaß. In diesem Fall hat es extrem viel Spaß gemacht. Kolja Mensing ist einer von denen, die genau hinschauen: egal ob in seinem jüngsten Buch „Die Legenden der Väter“ oder im Dradio bei Radio-/Online-Manuskripten von Autoren.

P.S.: Hier ihr neuestes Projekt – eine Ausstellung in Chemnitz.

P.P.S.: Und Anfang des Jahres 2012 ist noch eine Geschichte von mir auf den Kulturseiten von dw-world.de erschienen.

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