Wir Einmaligen

„Wenn Sie durch deutsche Szeneviertel gehen, dann ist alles so gleich: Alle haben eine Günter-Netzer-Frisur und fahren wahlweise einen Volvo, Alfa oder ein gepflegtes 70er-Jahre-Auto.“

Sagten heute im Deutschlandfunk in der Sendung Corso, die ich mal wieder redaktionell verantworten durfte, die Marken-Soziologen Oliver Errichiello und Arnd Zschiesche. Sie sprachen über die Kathedralen des Individualismus, das Vorgaukeln von Einzigartigkeit und über ihr Buch „Wir Einmaligen“.

Das ganze lässt sich hier nachhören.

CORSOGESPRÄCH_ Soziologen O. Errichiello + A. Zschiesche zum Individualismus

Rund um die Seite 130 ihres Buches analysieren die beiden ironisch-liebevoll das Programm, für das ich arbeite:

Nun, die beiden Herren sind vergleichsweise jung. Sie haben eine Büro für Markenentwicklung. Ich gehe davon aus, dass sie wissen, was sie tun.

Ich stehe auch weiterhin dafür ein, dass wir unseren USP nicht aufgeben sollten und werde alles dafür tun. Dummes Geschwätz gibt es allenthalben. Der Deutschlandfunk sollte anders sein und bleiben. Finde ich. Und sehe mich durch die Herren E+Z bestätigt.

 

So, Schluss mit der Nabelschau. Natürlich geht es um viel mehr. Es geht um den SUV, Facebook, Twitter und all die hübschen Dinge, die uns suggerieren: Wir sind nicht Teil der Masse. Wir sind einmalig.

Ich lese jetzt weiter – mit großer Freude.

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